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SCHRITT

ELSTER: Steuerliche Registrierung für Selbstständige

Das Online-Portal des Finanzamts. Pflichtschritt für Freiberufler und Gewerbetreibende vor der ersten Rechnung.

WAS ZU TUN IST

Was ist das und wann handeln?

ELSTER (Elektronische Steuererklärung) ist das staatliche Portal für Steuererklärungen und die Unternehmensregistrierung. Für Selbstständige ist die Registrierung beim Finanzamt über ELSTER der erste Pflichtschritt vor der ersten Rechnung.

Schritt für Schritt

  1. Auf elster.de registrieren (Aktivierungscode kommt ca. 2 Wochen später per Post)
  2. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen – Tätigkeit, erwartetes Einkommen, Besteuerungsform
  3. Das Finanzamt vergibt die Steuernummer – sie muss auf allen Rechnungen erscheinen

Typische Fehler

👨🏻‍💻
Max empfiehlt:

Ich habe Rechnungen gestellt, bevor ich die Steuernummer hatte – und einfach 'in Beantragung' geschrieben. Ein Kunde verweigerte die Zahlung bis zur Vorlage der Nummer. Das Finanzamt brauchte 6 Wochen. Keine Rechnungen vor der offiziellen Registrierung.

👩🏼‍💼
Lea empfiehlt:

Ich habe die Regelbesteuerung gewählt bei 15.000 € Jahresumsatz. Ergebnis: quartalsweise Umsatzsteuervoranmeldungen. Für geringe Umsätze ist die Kleinunternehmerregelung deutlich einfacher.


HÄUFIGE FRAGEN

Was ist der Unterschied zwischen Freiberufler und Gewerbetreibendem?

Freiberufler (§18 EStG) – freie Berufe: Ärzte, Anwälte, Journalisten, IT-Berater, Übersetzer, Architekten. Keine Gewerbesteuer, keine Gewerbeanmeldung nötig. Gewerbetreibende – alle anderen: Handel, Produktion, Dienstleistungen. Gewerbesteuer und Pflicht zur Gewerbeanmeldung. Das Finanzamt entscheidet über den Status.

Muss ich mich ab dem ersten Arbeitstag anmelden?

Gesetzlich: innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Tätigkeit. In der Praxis besser sofort: Das Finanzamt braucht 4–8 Wochen für die Steuernummer. Ohne sie dürfen keine Rechnungen mit Umsatzsteuer ausgestellt werden.

Was ist die Kleinunternehmerregelung und lohnt sie sich?

Bei Jahresumsatz bis 22.000 € (ab 2024: 25.000 €) kann auf die Umsatzsteuer verzichtet werden (§19 UStG). Vorteil: keine quartalsweise Umsatzsteuervoranmeldung, einfachere Buchhaltung. Nachteil: kein Vorsteuerabzug. Günstig bei B2C-Kunden, ungünstig bei hohen Ausgaben mit Mehrwertsteuer.

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