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Mietvertrag: Prüfung vor der Unterzeichnung

Schnellcheck auf unzulässige Klauseln: Warm-/Kaltmiete-Aufteilung, Vertragstyp, unwirksame Renovierungspflichten laut BGH-Rechtsprechung.

✓ Geprüft: 15.7.2026

WAS ZU TUN

Was ist das und wann erledigen?

Der Mietvertrag regelt alle Rechte und Pflichten des Mietverhältnisses. Deutsche Standardverträge enthalten häufig Klauseln, die gerichtlich als unwirksam eingestuft werden — die Sie aber erst beim Auszug bemerken. Lesen Sie den gesamten Vertrag vor der Unterzeichnung — Sie haben das Recht, ein Exemplar mit nach Hause zu nehmen.

Wichtige Prüfpunkte

Miete:
Stellen Sie sicher, dass die Warmmiete aufgeschlüsselt ist: Kaltmiete + Nebenkostenvorauszahlung. Eine fehlende Aufschlüsselung sollte schriftlich nachgefordert werden.

Vertragstyp:
Unbefristete Mietverträge sind für Mieter vorteilhafter — die Norm. Ein befristeter Vertrag nach § 575 BGB ist nur zulässig, wenn der Vermieter einen konkreten Grund nennt (Eigenbedarf, geplanter Abriss oder Umbau). Ein befristeter Vertrag „ohne Begründung“ ist in der Regel unwirksam.

Renovierung:
Schönheitsreparaturklauseln mit starren Fristen werden vom BGH systematisch für unwirksam erklärt. Steht eine solche Klausel im Vertrag, sind Sie rechtlich nicht zur Einhaltung verpflichtet — lassen Sie sich im Zweifelsfall vom Mieterbund beraten.

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› Details und Tipps
👨🏻‍💻
Max empfiehlt:

Ich habe den Vertrag direkt vor Ort unterschrieben — der Vermieter hatte es eilig. Später stellte sich heraus: eine Klausel verpflichtete mich beim Auszug zu einer Komplettrenovierung. Der Mieterbund sagte, die Klausel ist unwirksam, aber der Ärger war real. Nehmen Sie den Vertrag mit nach Hause.

👩🏼‍💼
Lea empfiehlt:

Prüfen Sie den Untervermietungsparagraphen. Wenn Sie gelegentlich ein Zimmer untervermieten oder einen Mitbewohner aufnehmen möchten, achten Sie darauf, dass der Vertrag dies erlaubt oder zumindest eine Zustimmungspflicht vorsieht — kein generelles Verbot.


HÄUFIGE FRAGEN

Was ist der Unterschied zwischen Warmmiete und Kaltmiete? ▾

Die Kaltmiete ist die reine Miete ohne Betriebskosten. Die Warmmiete setzt sich zusammen aus Kaltmiete + Nebenkostenvorauszahlung (Vorauszahlung auf Heizung, Wasser, Hausmeister usw.). Einmal jährlich erstellt der Vermieter eine Nebenkostenabrechnung. Übersteigen die tatsächlichen Kosten die Vorauszahlung, müssen Sie nachzahlen — und umgekehrt.

Welche Schönheitsreparatur-Klauseln sind unwirksam? ▾

Klauseln mit starren Renovierungsfristen (z.B. „alle 3 Jahre Küche und Bad streichen“) hat der BGH in einer Reihe von Urteilen für unwirksam erklärt (u.a. BGH VIII ZR 361/03). Auch Endrenovierungsklauseln, die unabhängig vom tatsächlichen Zustand der Wohnung eine Renovierung verlangen, sind in der Regel unzulässig.

Kann der Vermieter Haustiere generell verbieten? ▾

Ein pauschales Haustierverbot im Formularmietvertrag ist für Kleintiere (Hamster, Katzen, kleine Hunde) nach BGH-Rechtsprechung in der Regel unwirksam. Bei großen oder exotischen Tieren hat der Vermieter mehr Spielraum. Wichtiges Thema? Klären Sie es schriftlich vor der Unterzeichnung.

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