Steuerliche Erfassung: Anmeldung beim Finanzamt
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung über ELSTER – Pflichtschritt für alle Selbstständigen. Das Finanzamt vergibt die Steuernummer.
WAS ZU TUN IST
Was ist das und wann handeln?
Alle Selbstständigen – Freiberufler und Gewerbetreibende – müssen sich beim Finanzamt registrieren. Dies erfolgt über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auf dem ELSTER-Portal. Danach erhalten Sie die Steuernummer – ohne sie dürfen keine Rechnungen ausgestellt werden.
Kleinunternehmerregelung
Bei einem erwarteten Jahresumsatz unter 22.000 € kann die Kleinunternehmerregelung genutzt werden: keine Umsatzsteuer gegenüber Kunden, keine quartalsweisen Umsatzsteuervoranmeldungen. Dies im Fragebogen entsprechend ankreuzen.
Die ELSTER-Registrierung ist der langsamste Teil: Der Brief mit dem Aktivierungscode dauert bis zu 2 Wochen. Erstellen Sie das Konto sofort, wenn Sie sich zur Selbstständigkeit entschließen – nicht erst nach dem Gewerbeschein.
Ich habe die Kleinunternehmerregelung gewählt, weil ich mit Privatkunden arbeitete. Im zweiten Jahr überschritt der Umsatz 22.000 € – ich musste auf die Regelbesteuerung wechseln. Kalkulieren Sie im Voraus, wie schnell Sie wachsen werden.
HÄUFIGE FRAGEN
Was ist der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung? ▾
Das Formular, mit dem das Finanzamt Sie als Steuerpflichtige/n registriert. Sie geben Ihre Tätigkeit an, das erwartete Einkommen, ob Sie die Kleinunternehmerregelung anwenden möchten, die Häufigkeit der Vorauszahlungen und Ihre Bankdaten. Auf dieser Basis vergibt das Finanzamt die Steuernummer und berechnet Vorauszahlungen.
Wie lange dauert es bis zur Steuernummer? ▾
In der Regel 2–6 Wochen. In Spitzenzeiten (Jahresbeginn) bis zu 8 Wochen. Bis zur Vergabe können Sie Rechnungen mit dem Hinweis 'Steuernummer beantragt beim Finanzamt [Stadt]' ausstellen.
Was ist die Kleinunternehmerregelung und lohnt sie sich? ▾
Wenn der erwartete Umsatz im ersten Jahr unter 22.000 € liegt und im zweiten unter 50.000 €, muss keine Umsatzsteuer berechnet werden. Vorteil: weniger Bürokratie. Nachteil: kein Vorsteuerabzug. Günstig bei Privatkundengeschäft (B2C). Bei Firmenkunden (B2B) besser verzichten.