Es ist das persönlichste Dokument dieses Wegweisers, und richtige Kreuze gibt es nicht — nur Ihre. Praktischer Rat: nicht „einmal für immer“ unterschreiben, sondern im Rhythmus — eine frische Unterschrift alle ein, zwei Jahre nimmt den Ärzten jeden Zweifel an der Aktualität.
Patientenverfügung: Konkretheit entscheidet
Die Verfügung wirkt nur, wenn sie konkret ist: Der BGH hat Allgemeinplätze für unwirksam erklärt. Die BMJ-Textbausteine sind der sichere Weg.
✓ Geprüft: 18.7.2026
WAS ZU TUN
› Details und Tipps
Aus den offiziellen BMJ-Bausteinen gebaut: konkrete Situationen (Sterbephase, Endstadium, schwere Hirnschädigung) plus konkrete Maßnahmen (Beatmung, Sonde, Reanimation). Der BGH hat keine lebensverlängernden Maßnahmen als zu unbestimmt verworfen — ohne genannte Situationen ist das Dokument tot.
Mit dem Hausarzt besprechen und dieselbe Vertrauensperson wie in der Vollmacht benennen: sie setzt Ihren Willen durch. Im Rhythmus unterschreiben, alle ein, zwei Jahre — die frische Unterschrift nimmt Zweifel an der Aktualität.
HÄUFIGE FRAGEN
Müssen Ärzte sich daran halten? ▾
Ja, eine konkrete Patientenverfügung bindet rechtlich (§ 1827 BGB) — sie steht Ihrem mündlichen Nein bei Bewusstsein gleich. Daher die strenge Konkretheit.
Jung und gesund — zu früh? ▾
Das Dokument ist genau fürs Plötzliche: Unfall, Schlaganfall, Koma. Gerade Junge werden am längsten maschinell erhalten, wenn der Wille unbekannt ist.
Brauche ich für die Patientenverfügung einen Notar? ▾
Nein: Schriftform mit Datum und eigenhändiger Unterschrift genügt, kein Notar nötig. Ein ärztliches Gespräch ist empfehlenswert — der Arzt erklärt die Folgen und vermerkt die Verfügung —, aber keine Pflicht.