ROUTE
Sperrkonto
Das Sperrkonto fürs nationale Visum: Beträge 2026 (992 €/Monat), Eröffnung aus dem Ausland und der Weg des Geldes nach der Einreise.
✓ Geprüft: 15.8.2026
Das Sperrkonto ist das Nachweiskonto, mit dem Sie der Botschaft belegen, dass Ihr Lebensunterhalt in Deutschland gesichert ist. Gebraucht wird es überall dort, wo die Finanzierung ohne Verpflichtungsgeber nachzuweisen ist: Studium, Studienbewerbung, Chancenkarte, Sprachkurse, Ausbildung. 2026 brauchen Studierende 11 904 € für ein Jahr, also 992 € im Monat; für die Chancenkarte liegt der Betrag höher. Die Zahl hängt am BAföG-Höchstsatz und ändert sich fast jährlich — vor der Einzahlung auf der Seite Ihrer Botschaft prüfen.
KOSTEN UND FRISTEN
Wofür auf dieser Route gezahlt wird
- Studierende, 2026992 €/Monat; Chancenkarte: 13 092 €11 904 € pro Jahr
Die Beträge folgen den amtlichen Gebühren zum Prüfdatum des jeweiligen Schritts. In Ihrer Stadt kann der Satz abweichen — Details im Schritt selbst.
› Mehr über diese Route
Das größte Missverständnis: Das Geld ist weder verloren noch eine Gebühr. Es bleibt Ihr Geld — nach der Einreise zahlt das Konto es Ihnen monatlich in Raten von 992 € aus. Der Anbieter nimmt lediglich Gebühren, üblicherweise 50–150 € einmalig plus rund 5 € im Monat; aufs Jahr gerechnet liegen zwischen den Anbietern bis zu 150 € bei identischer Funktion.
Die Route hat drei Schritte: den Betrag für Ihre Kategorie berechnen, das Konto online aus dem Heimatland eröffnen und die Sperrbestätigung fürs Visumspaket erhalten, nach der Einreise das Sperrkonto mit einem normalen Girokonto verknüpfen und die Auszahlungen starten. Planen Sie mit Puffer: Die Registrierung dauert Minuten, die Auslandsüberweisung aber ein bis fünf Tage, und die Bestätigung kommt ein bis zwei Tage nach Geldeingang.
BENÖTIGTE UNTERLAGEN
Alle möglichen Dokumente für diese Route
- Reisepass
- Zulassung bzw. Nachweis der Kategorie
- Überweisung (Gebühr der Absenderbank einplanen!)
WO AM HÄUFIGSTEN GELD UND ZEIT VERLOREN GEHEN
- Das Konto drei Tage vor dem Botschaftstermin eröffnen. Anbieter versprechen einen Tag, die Compliance-Prüfung braucht aber manchmal eine Woche — dann ist die Bestätigung zum Termin nicht da.
- Vom Konto der Eltern überweisen, ohne es zu erklären. Drittzahlungen werden häufig zurückgewiesen: Die Überweisung sollte in Ihrem Namen laufen oder eine Herkunftserklärung enthalten.
- Exakt den geforderten Betrag überweisen. Auch die Absenderbank nimmt ihre Gebühr, es kommt also weniger an — und schon 50 € zu wenig kosten den Botschaftstermin.
- Die Sperrbestätigung vor der Abgabe nicht prüfen. Der Name muss buchstabengenau dem Pass entsprechen, der Betrag der Anforderung der Botschaft. Ein Tippfehler bedeutet einen neuen Termin, keine Korrektur vor Ort.
HÄUFIGE FRAGEN ZUR ROUTE
Wie viel Vorlauf braucht die Route bis zum Botschaftstermin?▾
Mindestens eine Woche, besser zwei. Die Registrierung dauert Minuten, die Auslandsüberweisung ein bis fünf Tage, und die Sperrbestätigung stellt der Anbieter ein bis zwei Tage nach Geldeingang aus. Die Prüfung auf Bankseite kann noch einige Tage dazulegen.
Was kommt zuerst — Konto oder Visumsantrag?▾
Das Konto. Die Sperrbestätigung gehört ins Visumspaket, ohne sie kommt der Antrag gar nicht zustande. Die umgekehrte Reihenfolge funktioniert nur, wenn die Finanzierung anders belegt wird — durch ein Stipendium oder eine Verpflichtungserklärung.
Was kostet das Konto selbst im Jahr?▾
In der Regel 50–150 € bei der Eröffnung plus rund 5 € monatlich, also etwa 110–210 € pro Jahr. Genau diese Gesamtsumme gehört verglichen, nicht der Eröffnungspreis: Bei gleicher Funktion liegen zwischen den Anbietern aufs Jahr bis zu 150 €.
Was passiert, wenn sich der geforderte Betrag ändert, während ich die Unterlagen sammle?▾
Maßgeblich ist die Zahl zum Zeitpunkt der Antragstellung. Sie hängt am BAföG-Satz und wird fast jährlich angepasst, deshalb kurz vor der Einzahlung auf der Seite Ihrer Botschaft gegenprüfen. Ein zu niedriger Kontostand ist einer der häufigsten Gründe für einen verschobenen Termin.