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SCHRITT

Mietkaution: Sicherheitsleistung beim Einzug

Maximal drei Kaltmieten, zahlbar in drei Raten. Verwahrung auf separatem Konto; eine feste Rückzahlungsfrist kennt das Gesetz nicht — die Gerichte halten 3–6 Monate für angemessen.

✓ Geprüft: 15.8.2026

WAS ZU TUN

Was ist das und wann erledigen?

Die Mietkaution ist eine Sicherheitsleistung, die den Vermieter vor Schäden oder Mietschulden schützt. Der Höchstbetrag ist gesetzlich geregelt (§ 551 BGB): nicht mehr als drei Nettokaltmieten. Die Zahlung erfolgt vor oder bei Einzug und kann auf drei Raten aufgeteilt werden.

Wo und was kostet es?

Zahlung per Banküberweisung auf das Konto des Vermieters oder über ein spezielles Produkt: ein Mietkautionskonto (Ihr Konto, Ihr Geld) oder eine Mietkautionsbürgschaft anstelle von Bargeld.

Häufige Fehler

Alternative: Bürgschaft statt Barkaution

Bei der Mietkautionsbürgschaft bürgt eine Versicherung: Der Vermieter erhält dieselbe Sicherheit, Ihr Geld bleibt bei Ihnen. Anbieter sind unter anderem kautionsfrei.de (Firma plusForta) und die Deutsche Kautionskasse mit Moneyfix.

Entscheidend ist, wofür Sie zahlen. Der Beitrag ist ein Prozentsatz der Kautionssumme pro Jahr — marktüblich rund 4,5–7 % (kautionsfrei nennt 5,25 % jährlich, mindestens 50 €). Bei 1.500 € Kaution sind das etwa 79 € im Jahr, über drei Mietjahre rund 237 € — und dieses Geld ist endgültig weg. Die Barkaution kommt dagegen vollständig zurück; nach § 551 Abs. 3 BGB muss der Vermieter sie verzinslich und getrennt anlegen, die Zinsen stehen Ihnen zu (auch wenn sie derzeit gering ausfallen).

Kurz: Die Bürgschaft löst das Problem „mir fehlen gerade 2.000 €“, nicht das Problem „das ist zu teuer“. Wer die Kaution aufbringen kann, fährt bar günstiger.

Nächster Schritt →
Details und Tipps
👨🏻‍💻
Max empfiehlt:

Kaution bar bezahlt ohne Quittung — beim Auszug behauptete der Vermieter, nichts erhalten zu haben. Gerichtliche Auseinandersetzung, verlorene Zeit und Nerven. Immer per Überweisung zahlen: der Kontoauszug ist der Nachweis.

👩🏼‍💼
Lea empfiehlt:

Der Vermieter gab die Kaution nach 8 Monaten nicht zurück und verwies auf „laufende Prüfungen“. Es stellte sich heraus, dass das Geld nicht auf einem separaten Konto lag — das ist rechtswidrig. Schriftliche Aufforderung mit Fristsetzung gesendet — das Geld kam zwei Wochen später.


HÄUFIGE FRAGEN

Wie hoch darf die Kaution maximal sein?

Nach § 551 BGB darf die Kaution höchstens drei Nettokaltmieten (ohne Nebenkosten) betragen. Bei einer Kaltmiete von 900 € beträgt der Höchstbetrag 2.700 €. Der Vermieter ist verpflichtet, die Kaution auf einem separaten, verzinsten Bankkonto zu verwahren.

Kann ich die Kaution in Raten zahlen?

Ja, das ist ein gesetzliches Recht nach § 551 BGB. Sie können den Betrag in drei gleiche Teile aufteilen und zusammen mit den ersten drei Mietzahlungen überweisen. Der Vermieter darf das nicht ablehnen.

In welchem Zeitraum muss der Vermieter die Kaution zurückzahlen?

Das Gesetz nennt keine starre Frist, aber Gerichte halten einen Zeitraum von 3–6 Monaten nach Auszug für angemessen. In dieser Zeit prüft der Vermieter den Zustand der Wohnung, wartet auf die letzte Nebenkostenabrechnung und macht etwaige Schadensersatzansprüche geltend. Nach 6 Monaten ohne Rückmeldung: schriftliche Mahnung.

OFFIZIELLE QUELLEN

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