Riester und Rürup sind nicht gut oder schlecht, sondern eng zielgerichtet. Riester stark bei Kindern und niedrigem Einkommen, Rürup bei Selbstständigkeit und hohem. Außerhalb dieser Gruppen überwiegen oft die Kosten — dann ist der flexible ETF sinnvoller. Den eigenen Fall rechnen.
Vorsorge: Riester vs Rürup
Der Staat fördert zwei private Renten, jede für ihre Gruppe: Riester lohnt für Familien mit Kindern und niedriges Einkommen, Rürup für Selbstständige und Hochverdiener. Sonst oft besser ein ETF.
✓ Geprüft: 18.7.2026
WAS ZU TUN
› Details und Tipps
Wir haben zwei Kinder — Riester lohnte plötzlich: die Kinderzulagen deckten fast den halben Jahresbeitrag. Ohne Kinder hätte ich ETF gerechnet.
Vor Riester/Rürup alle Kosten aufschlüsseln lassen (Abschluss-, Verwaltungskosten). Ein teurer Vertrag frisst die Zulage — die Nettorendite mit einem simplen ETF vergleichen.
HÄUFIGE FRAGEN
Für wen lohnt Riester wirklich? ▾
Familien mit Kindern und Geringverdiener: die Kinderzulage (bis 300 € je Kind jährlich) und die Grundzulage können den Großteil des Beitrags ausmachen. Kinderlose Hochverdiener fast nie.
Wie unterscheidet sich Rürup von Riester? ▾
Rürup (Basisrente) ist auf Selbstständige und hohes Einkommen ausgelegt: hoher Steuerabzug jetzt, aber Auszahlung nur als lebenslange Rente, kein Kapitalzugriff, keine freie Vererbung.
Warum werden sie oft kritisiert? ▾
Wegen hoher Gebühren der Versicherungsprodukte und Unflexibilität. Die Zulagen sind real, werden aber teils von Kosten aufgefressen. Außerhalb der Zielgruppe bringt ein ETF-Sparplan oft mehr.