Die Kontopfändung ist kein Urteil, sondern ein formalisiertes Verfahren mit eingebautem Schuldnerschutz. Der Staat lässt bewusst das Existenzminimum: ein hungernder Schuldner zahlt gar nichts. Ihre Aufgabe: den Schutz aktivieren — von allein springt er nicht an.
Kontopfändung: Was passiert und die Fristen
Ein Gläubiger mit Titel blockiert das Konto über die Bank. Ihnen bleibt ein Schutzfenster von einem Monat — wer handelt, verliert das Existenzgeld nicht.
✓ Geprüft: 18.7.2026
WAS ZU TUN
› Details und Tipps
Nicht in Panik, sondern datiert: das Datum des Pfändungsbeschlusses im Bankschreiben gesucht — ab ihm laufen alle Schutzfristen. Die Umwandlung wirkt auch NACH der Pfändung rückwirkend zum Monatsanfang.
Keine Ausweichkonten in Panik: Vermögensverschleierung ist strafbar, das neue Konto pfändet der nächste Beschluss. Und die Ursache klären: vor der Pfändung gab es Mahn- und Vollstreckungsbescheid — nie erhalten (Umzug!), ist der Titel angreifbar.
HÄUFIGE FRAGEN
Das Gehalt kam nach der Pfändung — auch eingefroren? ▾
Auf dem normalen Konto ja. Auf dem P-Konto ist jeder Monatseingang bis zum Freibetrag geschützt — genau dafür existiert der Mechanismus.
Darf die Bank einfach alles auszahlen? ▾
Ohne P-Konto ja — nach dem Moratorium muss sie alles an den Gläubiger auskehren. Deshalb ist die Umwandlung Schritt eins, vor jedem Streit über die Schuld.
Wie viel bleibt mir trotz Pfändung sicher? ▾
Ein monatlicher Grundfreibetrag ist auf dem P-Konto automatisch geschützt; für Unterhaltspflichten, Kindergeld und Sozialleistungen kommt auf Nachweis mehr dazu. Die genauen Beträge und Bescheinigungen behandelt der Schritt zum Freibetrag.