Die meisten glauben, gegen Unfälle schütze sie der Staat. Das stimmt genau zur Hälfte: Arbeit und Arbeitsweg sind gedeckt, Sport, Haushalt und Urlaub nicht. Und dort passiert der größere Teil der Unfälle.
Wo die gesetzliche Unfallversicherung endet
Die gesetzliche Versicherung deckt Arbeit und Arbeitsweg. Alles andere — Sport, Haushalt, Urlaub, Wochenende — fällt heraus, und das ist der größere Teil des Lebens.
✓ Geprüft: 1.8.2026
WAS ZU TUN
› Details und Tipps
Ich habe mir am Wochenende beim Radfahren den Arm gebrochen. Die Behandlung zahlte die Kasse, die drei Monate ohne Aufträge ich selbst — von dieser Grenze wusste ich nichts.
Fragen Sie den Arbeitgeber nach einer Gruppenversicherung für die Freizeit. Manchmal existiert sie und kostet im Zubuchen wenig.
HÄUFIGE FRAGEN
Was genau deckt die gesetzliche Versicherung? ▾
Unfälle bei der Arbeit und auf dem Weg zur und von der Arbeit. Die Definition steht im Gesetz und ist eng: Abweichungen aus privaten Gründen fallen meist heraus, die Freizeit ist gar nicht erfasst.
Deckt die Krankenkasse nicht alles Übrige ab? ▾
Sie zahlt die Behandlung, und das ist viel. Für bleibende Folgen zahlt sie aber nicht: Wenn Sie nach einer Verletzung nicht mehr wie zuvor arbeiten können, endet die Behandlung und der Einkommensverlust bleibt. Genau diese Lücke schließt die private Police.
Wie groß ist die Lücke praktisch? ▾
Der größte Teil der Unfälle passiert außerhalb der Arbeit: zu Hause, beim Sport, im Urlaub. Wer viel Sport treibt oder selbst renoviert, liegt deutlich über dem Durchschnitt — und dieser gesamte Bereich ist gesetzlich nicht gedeckt.
Wer braucht sie besonders? ▾
Wer mit dem Körper Geld verdient und ohne lange Lohnfortzahlung dasteht: Selbstständige, Handwerker, Menschen ohne längere Absicherung bei Arbeitsunfähigkeit. Bei Angestellten fangen andere Mechanismen einen Teil auf, bei Selbstständigen kaum etwas.