Die Bestattung ist der einzige Teil dieser Route, in dem das Gesetz zum Handeln verpflichtet statt es zu erlauben. Form und Fristen gibt das Landesrecht vor, die Kosten trägt im Grundsatz der Erbe. Genau deshalb sollte die Entscheidung über die Erbschaft bewusst und nicht spät fallen.
Bestattung: Pflicht, Fristen und wer zahlt
Die Bestattung ist in Deutschland Pflicht, ihre Fristen bestimmt das Recht Ihres Bundeslandes. Die Kosten trägt nach dem Gesetz der Erbe — und das überrascht die meisten.
✓ Geprüft: 1.8.2026
WAS ZU TUN
› Details und Tipps
Den Kostenvoranschlag habe ich schriftlich verlangt und drei Posten gestrichen, die wir nicht brauchten. Das Gespräch war genau dreißig Sekunden unangenehm und hat spürbar gespart.
Fragen Sie vor Vertragsschluss nach der Kostenübernahme, nicht danach. Rückwirkend werden Kosten kaum anerkannt.
HÄUFIGE FRAGEN
Besteht wirklich eine Bestattungspflicht? ▾
Ja, in Deutschland gilt Bestattungszwang, und die Formen sind gesetzlich begrenzt: Erdbestattung oder Einäscherung mit anschließender Urnenbeisetzung. Die Aufbewahrung der Asche zu Hause ist in den meisten Ländern nicht zulässig.
Welche Fristen gelten? ▾
Die Fristen setzt das Landesrecht und sie unterscheiden sich, eine bundeseinheitliche Zahl gibt es daher nicht. Nachzuschlagen sind sie für das eigene Land; Bestattungsunternehmen kennen sie auswendig.
Wer trägt die Beerdigungskosten? ▾
Nach dem Gesetz trägt sie der Erbe. Das gehört mit der Entscheidung über die Erbschaft zusammengedacht: Eine Ausschlagung nimmt die Bestattungspflicht nicht in jedem Fall, weil sie sich auch aus Landesrecht ergeben kann.
Was, wenn das Geld für die Bestattung fehlt? ▾
Dafür gibt es die Übernahme der Bestattungskosten durch die Sozialhilfe, wenn sie dem Verpflichteten nicht zuzumuten sind. Der Antrag gehört zum Sozialamt, und zwar VOR Abschluss eines teuren Vertrags, nicht nach der Rechnung.