In den ersten Stunden ist die Reihenfolge kurz und streng: erst der Arzt, dann alles andere. Seine Bescheinigung ist das Startdokument der ganzen Kette, und ohne sie tun weder Standesamt noch Bestatter noch Bank irgendetwas.
Die ersten Stunden: der Arzt zuerst
Den Tod muss ein Arzt feststellen — ohne die Todesbescheinigung geht nichts weiter. Bis dahin wird der Verstorbene nicht bewegt, und seine Unterlagen gehören an einen Platz.
✓ Geprüft: 1.8.2026
WAS ZU TUN
› Details und Tipps
Mir hat niemand gesagt, dass die Todesbescheinigung das Startdokument ist. Ich habe einen halben Tag mit Anrufen beim Standesamt verloren, statt einfach auf den Arzt zu warten.
Legen Sie die Unterlagen des Verstorbenen sofort in einen Ordner. Danach fragt jede Stelle, und in diesem Moment die Wohnung zu durchsuchen ist das Letzte, was man will.
HÄUFIGE FRAGEN
Wen ruft man zuerst? ▾
Den Arzt. Bei erwartetem Tod zu Hause den Haus- oder Bereitschaftsarzt, bei plötzlichem oder unklarem Tod den Notruf. Die Polizei schaltet sich von selbst ein, wenn der Arzt keine natürliche Todesursache feststellen kann; sie muss nicht gesondert gerufen werden.
Was ist die Todesbescheinigung und wozu dient sie? ▾
Sie wird vom Arzt nach der Leichenschau ausgestellt. Ohne sie stellt das Standesamt keine Sterbeurkunde aus, das Bestattungsunternehmen wird nicht tätig, und Banken und Versicherungen nehmen nichts entgegen. Alles Weitere hängt an diesem Blatt.
Wie viel Zeit bleibt für die ersten Schritte? ▾
Der Arzt wird sofort gerufen. Danach läuft die Frist für die Anzeige beim Standesamt, und sie ist sehr kurz — mit der Bescheinigung zu warten lohnt daher auch am Wochenende nicht.
Was gilt bei einem Todesfall im Ausland? ▾
Der Ablauf ist ein anderer: Nötig sind die Urkunden des Sterbelandes, ihre Übersetzung und meist Legalisation oder Apostille. Wenden Sie sich an die konsularische Vertretung und an ein auf Überführungen spezialisiertes Bestattungsunternehmen.