Die duale Ausbildung ist der am meisten unterschätzte Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt für Zugewanderte. Sie ist weder Schule noch Universität, sondern ein Vertrag mit einem Betrieb, der ab dem ersten Monat zahlt.
Duale Ausbildung: was sie ist und wem sie offensteht
Duale Ausbildung heißt Betrieb plus Berufsschule, mit Vergütung ab dem ersten Monat. Für Ausländer gibt es dafür einen eigenen Aufenthaltstitel.
✓ Geprüft: 2.8.2026
WAS ZU TUN
› Details und Tipps
Suchen Sie über die Kammer Ihrer Branche und nicht nur über große Portale: Kammern führen eigene Listen ausbildungsberechtigter Betriebe, und das siebt zufällige Anzeigen sofort aus.
Ich habe ein Jahr eine Stelle im Beruf gesucht und an Ausbildung nicht gedacht, das hielt ich für etwas für Schulabgänger. In meiner Klasse war die Hälfte über fünfundzwanzig.
Nützliche Tools
- Anerkennung in Deutschland education
Portal des Bundes zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen: zuständige Stelle je Beruf und erforderliche Unterlagen.
HÄUFIGE FRAGEN
Worin unterscheidet sich die duale Ausbildung vom Studium? ▾
Sie findet an zwei Orten zugleich statt: im Betrieb auf Grundlage eines Vertrages und in der Berufsschule. Auszubildende sind keine Studierenden, sondern Vertragspartei, und sie erhalten ab dem ersten Monat eine Vergütung, statt für die Ausbildung zu zahlen.
Braucht es dafür eine Anerkennung des Schulzeugnisses? ▾
Formale Vorgaben zum Zeugnis macht das Berufsbildungsgesetz nicht, die Auswahl trifft der Betrieb. In der Praxis verlangen Betriebe das Zeugnis mit Übersetzung, und die Erwartungen an den Schulabschluss unterscheiden sich je nach Beruf erheblich.
Können Ausländer in Deutschland eine Ausbildung beginnen? ▾
Ja, dafür ist ein eigener Titel vorgesehen: Eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der betrieblichen Aus- und Weiterbildung soll erteilt werden, wenn die Bundesagentur für Arbeit zugestimmt hat oder wenn die Zustimmung nach der Beschäftigungsverordnung oder einer zwischenstaatlichen Vereinbarung entbehrlich ist.
Wie lange dauert eine Ausbildung? ▾
Üblicherweise zwei bis dreieinhalb Jahre je nach Beruf, die genaue Dauer steht im Vertrag. Verkürzung und Verlängerung sind im Einzelfall möglich, deshalb zählt das Vertragsdatum und nicht die allgemeine Berufsbeschreibung.