Erst die Formalien, dann die Positionen: die Hälfte der Fehler sind Kosten, die gar nicht umlagefähig sind.
✓ Geprüft: 18.7.2026
WAS ZU TUN
Die Nebenkosten sind die zweite Miete — im Schnitt mehrere tausend Euro im Jahr. Die Prüfung dauert einen Abend. Und Sie haben das Recht auf Belegeinsicht: alle Originalrechnungen hinter der Abrechnung einsehen.
Der Haushaltsstrom steckt in der Regel nicht in dieser Abrechnung: Den Liefervertrag schließen Sie selbst, und diese Überzahlung findet keine Belegprüfung. Wer den Tarif seit dem Einzug nie gewechselt hat, hängt weiterhin in der Grundversorgung — dem teuersten Tarif der Stadt.
Ich prüfe der Reihe nach: erst die Frist (Zugang binnen 12 Monaten), dann verbotene Positionen, dann den Schlüssel gegen das Vorjahr. Drei Durchgänge an einem Abend mit Abrechnung, Vertrag und Vorjahr.
👩🏼💼
Lea empfiehlt:
Ihr Recht ist die Belegeinsicht: die ORIGINALrechnungen hinter der Abrechnung einsehen. Schriftlich verlangen — die Hälfte der rätselhaften Positionen klärt sich oder verschwindet.
HÄUFIGE FRAGEN
Die Abrechnung hat sich verdoppelt — möglich?▾
Verteilerschlüssel und Zählerstände prüfen: ein Sprung ohne Tarifwechsel ist der Marker für Fehler oder fremden Verbrauch. Starke Energiepreissteigerungen kommen vor, sind aber nachprüfbar.
Was darf überhaupt in die Nebenkosten?▾
Nur die 17 Kategorien der Betriebskostenverordnung: Heizung, Wasser, Müll, Reinigung, Aufzug, Grundsteuer, Hausmeister, Gebäudeversicherung. Reparaturen, Verwaltung, Bankgebühren — nichts davon trägt der Mieter.
Muss die Abrechnung den Verteilerschlüssel ausweisen?▾
Ja: Eine ordnungsgemäße Abrechnung nennt Gesamtkosten, Verteilerschlüssel und Ihren Anteil nachvollziehbar. Fehlt der Schlüssel oder ist er unverständlich, ist die Abrechnung formell angreifbar. Ohne Vereinbarung gilt die Wohnfläche (§ 556a BGB).