ROUTE
Nebenkostenabrechnung prüfen
Jede zweite Nebenkostenabrechnung enthält Fehler — fast immer zugunsten des Vermieters. So prüfen Sie die Abrechnung und wehren sich rechtssicher.
✓ Geprüft: 18.7.2026
Die Nebenkostenabrechnung kommt einmal im Jahr und endet fast immer mit einer Nachforderung. Sie zu prüfen lohnt sich immer: Fehler kommen häufig vor und gehen fast nie zugunsten des Mieters aus — von nicht umlagefähigen Posten bis zum falschen Verteilerschlüssel.
KOSTEN UND FRISTEN
Fristen, die Sie nicht verpassen dürfen
- Widerspruch: spätestens 12 Monate nach Zugang der AbrechnungNebenkosten: Widerspruch einlegenharte Frist
Die Beträge folgen den amtlichen Gebühren zum Prüfdatum des jeweiligen Schritts. In Ihrer Stadt kann der Satz abweichen — Details im Schritt selbst.
› Mehr über diese Route
Die Route aus zwei Schritten führt durch alles: wie die Abrechnung Position für Position geprüft wird, welche Kosten überhaupt umgelegt werden dürfen, und wie Überhöhtes fristgerecht beanstandet wird.
Was Ihnen in diesem Gespräch Gewicht gibt, ist das Recht auf Belegeinsicht. Der Vermieter muss die Originalbelege zur Einsicht bereitstellen, und genau dort kommen die meisten Unstimmigkeiten ans Licht.
WO AM HÄUFIGSTEN GELD UND ZEIT VERLOREN GEHEN
- Die Nachforderung ungeprüft zahlen. Die Prüfung kostet einen Abend, der Fehler in der Abrechnung oft deutlich mehr.
- Die Einwendungsfrist verstreichen lassen. Für Prüfung und Beanstandung steht nach Zugang der Abrechnung nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung.
- Keine Belegeinsicht verlangen. Das Recht darauf hat der Mieter, und dort werden die Abweichungen sichtbar.
- Die Abrechnungsfrist nicht prüfen. Eine verspätet erstellte Abrechnung nimmt dem Vermieter häufig den Anspruch auf die Nachzahlung.
HÄUFIGE FRAGEN ZUR ROUTE
Welche Kosten dürfen umgelegt werden?▾
Nur die gesetzlich vorgesehenen Arten, und auch das nur, wenn sie im Mietvertrag vereinbart sind. Verwaltungskosten, Instandhaltung und Reparaturen gehören nicht dazu, tauchen in Abrechnungen aber regelmäßig auf.
Was ist am häufigsten falsch?▾
Nicht umlagefähige Posten, ein falscher Verteilerschlüssel zwischen den Wohnungen, die Einbeziehung von Zeiträumen vor dem Einzug und Beträge, die sich mit den Belegen nicht decken.
Darf man die Originalbelege sehen?▾
Ja, das ist Ihr Recht und es lohnt sich, davon Gebrauch zu machen. Die Einsicht erfolgt in der Regel beim Vermieter oder der Hausverwaltung, und die dabei gefundenen Abweichungen begründen die Beanstandung.
Was tun, wenn ein Fehler gefunden wird?▾
Schriftlich und Position für Position fristgerecht beanstanden, unter Angabe der konkreten Punkte und Gründe. Bis zur Klärung ist es sinnvoll, den strittigen Teil zurückzuhalten und den unstrittigen zu zahlen.