Deutschland Kompass

RECHNER

Wohngeld-Rechner 2026: Richtwert nach § 19 WoGG

PLZ, Haushalt, Bruttokaltmiete und Einkommen eingeben — Sie sehen einen Richtwert für das monatliche Wohngeld nach § 19 WoGG und eine Einordnung, ob in vergleichbaren Fällen eher Wohngeld oder eine Grundsicherung geprüft wird. Alles läuft in Ihrem Browser, nichts wird gespeichert.

Der Rechner bildet die Formel des § 19 WoGG mit den Anlagen 1 bis 3 nach und ordnet das Ergebnis anschließend ein. Er ersetzt keine Beratung: verbindlich rechnet die Wohngeldstelle.

Wohnort

Über die PLZ ermitteln wir die Mietenstufe Ihrer Gemeinde (Anlage zu § 1 Abs. 3 WoGV).

Mietenstufe manuell wählen

Haushalt

Alle, die zusammen wohnen und wirtschaften. Die Haushaltsgröße bestimmt Höchstbetrag und Formelwerte.

Wohnkosten

Kaltmiete plus kalte Nebenkosten. Ohne Heizung, Strom und Garage — die zählen beim Wohngeld nicht.

Nur für den Vergleich mit der Grundsicherung, nicht für die Wohngeldformel. Bleibt das Feld leer, rechnen wir mit dem Entlastungsbetrag nach § 12 Abs. 6 WoGG als grober Schätzung.

Einkommen

Pro Person eine Zeile: die pauschalen Abzüge des § 16 WoGG gelten je Haushaltsmitglied, nicht für die Summe.

Freibeträge nach § 17 WoGG

Diese Beträge mindern das Gesamteinkommen. Trifft nichts zu, einfach überspringen.

Je 1 800 € im Jahr bei einem Grad der Behinderung von 100 oder darunter bei Pflegebedürftigkeit mit häuslicher Pflege (§ 17 Nr. 1).

Bis 1 200 € im Jahr je Kind anrechnungsfrei (§ 17 Nr. 4). Der Verdienst muss oben als Einkommenszeile erfasst sein.

Für die Einordnung

Nur für den Hinweis, welche Stelle solche Fälle üblicherweise prüft. Die Angabe bleibt in Ihrem Browser.

Oder direkt auswählen

Richtwert Wohngeld

—

Miete und Einkommen eintragen — dann erscheint der Richtwert.

Richtwert nach den allgemeinen Regeln des WoGG. Keine Rechtsberatung. Die verbindliche Entscheidung trifft die Behörde.

Stand 2026

Werte der Anlagen 1 bis 3 WoGG, unverändert seit dem 1. Januar 2025 und 2026 weiter gültig: nach § 43 WoGG werden sie nur zum 1. Januar jedes zweiten Jahres fortgeschrieben.

Nicht abgebildet sind unter anderem der Freibetrag für 33 Jahre Grundrentenzeiten (§ 17a WoGG), Abzüge für Unterhaltsleistungen (§ 18 WoGG) und Haushalte, in denen einzelne Mitglieder vom Wohngeld ausgeschlossen sind (§ 11 Abs. 3 WoGG). In diesen Fällen weicht das Ergebnis der Wohngeldstelle ab.

Zum 1. Januar 2027 ist eine Neuordnung des Wohngeldes geplant: Das Kabinett hat am 6. Juli 2026 einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Fortschreibung aussetzt, die dauerhafte Heizkostenkomponente halbiert und die Berechnungsformel ändert. Bundestag und Bundesrat haben noch nicht zugestimmt — bis dahin gelten die hier gerechneten Werte.

✓ Aktualität geprüft am: 17. Oktober 2026

Alle Rechenwerte und Grenzen entsprechen den offiziellen Angaben der Behörden:

Es werden keine Daten erhoben — alles läuft in Ihrem Browser.

Häufige Fragen

Was ist die Mietenstufe und woher kommt sie?

Sie beschreibt das Mietenniveau Ihrer Gemeinde (I bis VII) und steht in der Anlage zu § 1 Abs. 3 der Wohngeldverordnung. Von ihr hängt der Höchstbetrag ab, bis zu dem Miete angerechnet wird. Wir ermitteln sie aus der PLZ: die Anlage ist mit dem amtlichen Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes verknüpft, 8 159 Postleitzahlen.

Welche Miete trage ich ein?

Die Bruttokaltmiete: Kaltmiete plus kalte Nebenkosten wie Wasser und Müllabfuhr. Heizung, Strom und Garage zählen beim Wohngeld nicht. Für die Heizung gibt es stattdessen den festen Entlastungsbetrag nach § 12 Abs. 6 WoGG, den der Rechner automatisch hinzurechnet.

Warum ändert die Klimakomponente mein Ergebnis nicht?

Weil § 12 Abs. 7 WoGG sie als Zuschlag zu den Höchstbeträgen ausgestaltet: sie hebt die Obergrenze an. Liegt Ihre Miete ohnehin unter dem Höchstbetrag, wirkt sich die Anhebung nicht aus. Erst wenn die Miete darüber liegt, wird ein zusätzlicher Teil anrechenbar.

Warum kommt bei sehr kleinem Einkommen kein höheres Wohngeld heraus?

Anlage 3 Nr. 1 WoGG schreibt Mindestwerte für die Rechengrößen M und Y vor. Bei einem Haushaltsmitglied wird mit mindestens 396 € Einkommen gerechnet, auch wenn tatsächlich weniger da ist. Deshalb steigt das Wohngeld unterhalb dieser Grenze nicht weiter an — und deshalb ist bei sehr kleinem Einkommen meist die Grundsicherung der passende Weg.

Was bedeutet die Plausibilitätsprüfung?

Die Wohngeldstelle muss von Amts wegen prüfen, ob die angegebenen Einnahmen zum Leben reichen. Liegen sie unter dem Bedarf nach dem SGB XII, werden die Angaben besonders sorgfältig geprüft. Als Orientierung nennt WoGVwV Nr. 15.01 Abs. 1 die Marke, dass Einnahmen samt Wohngeld 80 Prozent dieses Bedarfs erreichen.

Kann ich Wohngeld und Grundsicherung zusammen bekommen?

In der Regel nicht. Nach § 7 Abs. 1 WoGG sind Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherungsgeld nach dem SGB II oder von Grundsicherung im Alter nach dem SGB XII vom Wohngeld ausgeschlossen, wenn bei diesen Leistungen die Unterkunftskosten berücksichtigt wurden. Umgekehrt kann Wohngeld den Bezug der Grundsicherung vermeiden — dann geht es vor.

Wie genau ist der Rechner?

Formel, Anlagen und Rundung sind eins zu eins umgesetzt und gegen alle veröffentlichten Rechenbeispiele des BMWSB geprüft; dort stimmen Einkommen, anrechenbare Miete und Zahlbetrag auf den Cent beziehungsweise auf den Euro überein. Abweichungen entstehen dort, wo Ihr Fall Regelungen berührt, die der Rechner bewusst auslässt — etwa § 17a oder § 18 WoGG.

Weitere Rechner

Alle Rechner →