RECHNER
Wohngeld-Rechner 2026: Richtwert nach § 19 WoGG
PLZ, Haushalt, Bruttokaltmiete und Einkommen eingeben — Sie sehen einen Richtwert für das monatliche Wohngeld nach § 19 WoGG und eine Einordnung, ob in vergleichbaren Fällen eher Wohngeld oder eine Grundsicherung geprüft wird. Alles läuft in Ihrem Browser, nichts wird gespeichert.
Der Rechner bildet die Formel des § 19 WoGG mit den Anlagen 1 bis 3 nach und ordnet das Ergebnis anschließend ein. Er ersetzt keine Beratung: verbindlich rechnet die Wohngeldstelle.
Richtwert Wohngeld
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Miete und Einkommen eintragen — dann erscheint der Richtwert.
Richtwert nach den allgemeinen Regeln des WoGG. Keine Rechtsberatung. Die verbindliche Entscheidung trifft die Behörde.
Einordnung
Mit Kindern im Haushalt kommt zusätzlich der Kinderzuschlag in Betracht (§ 6a BKGG). Er wird neben dem Wohngeld gezahlt und reicht manchmal aus, um ohne Grundsicherung auszukommen. Vorausgesetzt wird ein Einkommen von mindestens 900 € — bei Alleinerziehenden 600 €.
Wohin man sich in solchen Fällen üblicherweise wendet
Die verbindliche Entscheidung trifft in jedem Fall die zuständige Behörde: Wohngeldstelle, Jobcenter oder Sozialamt.
Offizielle Anlaufstellen
- Dienststellensuche der Bundesagentur für Arbeit — Jobcenter vor Ort
- Bundesportal — Behördensuche nach Postleitzahl (Sozialamt, Wohngeldstelle)
- Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) des Bundes
- Verbraucherzentrale — Beratung vor Ort
- Sozialverband VdK
- Sozialverband Deutschland (SoVD)
Der Bezug von Sozialleistungen kann bei der Verlängerung eines Aufenthaltstitels eine Rolle spielen. Klären Sie das vor einem Antrag mit der Ausländerbehörde oder in einer Migrationsberatung.
Werbung
- Check24 — Größtes Vergleichsportal: Strom, Gas, Internet, Versicherungen, Kredite.
- Verivox — Tarifvergleich: Strom, Gas, DSL, Mobilfunk.
- Tarifcheck — Versicherungsvergleich: Haftpflicht, Hausrat, Kfz.
Externe Vergleichsportale. Für die Berechnung oben spielen sie keine Rolle.
Stand 2026
Werte der Anlagen 1 bis 3 WoGG, unverändert seit dem 1. Januar 2025 und 2026 weiter gültig: nach § 43 WoGG werden sie nur zum 1. Januar jedes zweiten Jahres fortgeschrieben.
Nicht abgebildet sind unter anderem der Freibetrag für 33 Jahre Grundrentenzeiten (§ 17a WoGG), Abzüge für Unterhaltsleistungen (§ 18 WoGG) und Haushalte, in denen einzelne Mitglieder vom Wohngeld ausgeschlossen sind (§ 11 Abs. 3 WoGG). In diesen Fällen weicht das Ergebnis der Wohngeldstelle ab.
Zum 1. Januar 2027 ist eine Neuordnung des Wohngeldes geplant: Das Kabinett hat am 6. Juli 2026 einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Fortschreibung aussetzt, die dauerhafte Heizkostenkomponente halbiert und die Berechnungsformel ändert. Bundestag und Bundesrat haben noch nicht zugestimmt — bis dahin gelten die hier gerechneten Werte.
✓ Aktualität geprüft am: 17. Oktober 2026
Alle Rechenwerte und Grenzen entsprechen den offiziellen Angaben der Behörden:
- § 19 WoGG — Höhe des Wohngeldes (Formel 1,15 · (M − (a + b·M + c·Y)·Y)) ↗
- Anlage 2 zu § 19 Abs. 1 WoGG — Werte für a, b und c ↗
- Anlage 3 zu § 19 Abs. 2 WoGG — Rechenschritte, Mindestwerte für M und Y, Rundung ↗
- § 12 WoGG — Höchstbeträge, Heizkostenentlastung (Abs. 6), Klimakomponente (Abs. 7) ↗
- Anlage 1 zu § 12 Abs. 1 WoGG — Höchstbeträge nach Mietenstufe ↗
- § 11 Abs. 1 WoGG — zu berücksichtigende Miete: bis Höchstbetrag + Klimakomponente, zuzüglich Heizkostenentlastung ↗
- § 13 WoGG — Gesamteinkommen = Jahreseinkommen − Freibeträge − Unterhaltsabzüge; Y = ein Zwölftel ↗
- § 14 WoGG — Jahreseinkommen: positive Einkünfte i. S. d. § 2 EStG; pauschal besteuerter Arbeitslohn nur abzüglich tatsächlicher Aufwendungen ↗
- § 16 WoGG — je 10 % Abzug für Steuern, Kranken-/Pflege- und Rentenversicherung ↗
- § 17 WoGG — Freibeträge ↗
- § 21 Nr. 1 WoGG — kein Anspruch, wenn das Wohngeld unter 10 Euro monatlich läge ↗
- § 7 WoGG — Ausschluss vom Wohngeld bei Grundsicherungsgeld (SGB II) und Grundsicherung im Alter (SGB XII) ↗
- § 43 WoGG — Fortschreibung zum 1. Januar jedes zweiten Jahres ↗
- § 9a EStG — Werbungskosten-Pauschbeträge: 1 230 € (Arbeitnehmer), 102 € (Renten) ↗
- Anlage zu § 1 Abs. 3 WoGV — Mietenstufen der Gemeinden ↗
- WoGVwV Nr. 15.01 Abs. 1 — Plausibilitätsprüfung; Angaben können glaubhaft sein, wenn Einnahmen samt Wohngeld 80 % des Bedarfs nach dem SGB XII erreichen ↗
- § 2 RBSFV 2026 — Regelbedarfsstufen ab 1. Januar 2026 ↗
- § 20 SGB II — Regelbedarf; Zuordnung der Regelbedarfsstufen ↗
- § 19 SGB II — Grundsicherungsgeld (bis 30. Juni 2026: Bürgergeld) und Bedarfe für Unterkunft und Heizung ↗
- § 235 SGB VI — Regelaltersgrenze und ihre Anhebung nach Geburtsjahr ↗
- § 41 SGB XII — Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter voller Erwerbsminderung ↗
- § 6a BKGG — Kinderzuschlag; Mindesteinkommen 900 € bzw. 600 € für Alleinerziehende ↗
- BMWSB — Beispiele für die Berechnung des Wohngelds (Stand 1. Januar 2025) ↗
- Bundesregierung — Kabinettbeschluss vom 6. Juli 2026 zur Neuordnung des Wohngeldes ab 1. Januar 2027 (Gesetzentwurf) ↗
Es werden keine Daten erhoben — alles läuft in Ihrem Browser.
Häufige Fragen
Was ist die Mietenstufe und woher kommt sie?
Sie beschreibt das Mietenniveau Ihrer Gemeinde (I bis VII) und steht in der Anlage zu § 1 Abs. 3 der Wohngeldverordnung. Von ihr hängt der Höchstbetrag ab, bis zu dem Miete angerechnet wird. Wir ermitteln sie aus der PLZ: die Anlage ist mit dem amtlichen Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes verknüpft, 8 159 Postleitzahlen.
Welche Miete trage ich ein?
Die Bruttokaltmiete: Kaltmiete plus kalte Nebenkosten wie Wasser und Müllabfuhr. Heizung, Strom und Garage zählen beim Wohngeld nicht. Für die Heizung gibt es stattdessen den festen Entlastungsbetrag nach § 12 Abs. 6 WoGG, den der Rechner automatisch hinzurechnet.
Warum ändert die Klimakomponente mein Ergebnis nicht?
Weil § 12 Abs. 7 WoGG sie als Zuschlag zu den Höchstbeträgen ausgestaltet: sie hebt die Obergrenze an. Liegt Ihre Miete ohnehin unter dem Höchstbetrag, wirkt sich die Anhebung nicht aus. Erst wenn die Miete darüber liegt, wird ein zusätzlicher Teil anrechenbar.
Warum kommt bei sehr kleinem Einkommen kein höheres Wohngeld heraus?
Anlage 3 Nr. 1 WoGG schreibt Mindestwerte für die Rechengrößen M und Y vor. Bei einem Haushaltsmitglied wird mit mindestens 396 € Einkommen gerechnet, auch wenn tatsächlich weniger da ist. Deshalb steigt das Wohngeld unterhalb dieser Grenze nicht weiter an — und deshalb ist bei sehr kleinem Einkommen meist die Grundsicherung der passende Weg.
Was bedeutet die Plausibilitätsprüfung?
Die Wohngeldstelle muss von Amts wegen prüfen, ob die angegebenen Einnahmen zum Leben reichen. Liegen sie unter dem Bedarf nach dem SGB XII, werden die Angaben besonders sorgfältig geprüft. Als Orientierung nennt WoGVwV Nr. 15.01 Abs. 1 die Marke, dass Einnahmen samt Wohngeld 80 Prozent dieses Bedarfs erreichen.
Kann ich Wohngeld und Grundsicherung zusammen bekommen?
In der Regel nicht. Nach § 7 Abs. 1 WoGG sind Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherungsgeld nach dem SGB II oder von Grundsicherung im Alter nach dem SGB XII vom Wohngeld ausgeschlossen, wenn bei diesen Leistungen die Unterkunftskosten berücksichtigt wurden. Umgekehrt kann Wohngeld den Bezug der Grundsicherung vermeiden — dann geht es vor.
Wie genau ist der Rechner?
Formel, Anlagen und Rundung sind eins zu eins umgesetzt und gegen alle veröffentlichten Rechenbeispiele des BMWSB geprüft; dort stimmen Einkommen, anrechenbare Miete und Zahlbetrag auf den Cent beziehungsweise auf den Euro überein. Abweichungen entstehen dort, wo Ihr Fall Regelungen berührt, die der Rechner bewusst auslässt — etwa § 17a oder § 18 WoGG.